Chris Lee-Becker – La Verdadera Destreza – Radas Pyramiden

Dieser Workshop vermittelt einen praxisnahen Einstieg in die La Verdadera Destreza nach Francisco Lórenz de Rada (1705), basierend auf seinem Buch Nobleza de la Espada. Im Mittelpunkt steht Radas Konzept der „Pyramiden“ als strukturierte Herangehensweise zur Ausführung und Reaktion auf verschiedene Techniken. Die Teilnehmenden erarbeiten dabei grundlegende Bewegungen und Techniken.
Waffe: Rapier (ca. 10 Leihrapiere vorhanden)
Ausrüstung: Fechtmaske, leichte Handschuhe
Voraussetzungen: keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich
Chris ist Leiter und Trainer der Academia da Espada Deutschland, des deutschen Chapters der Academia da Espada unter Maestro Ton Puey.
Seit Ende 2019 hat er sich auf das Fechten nach La Verdadera Destreza mit dem spanischen Glockenrapier spezialisiert. Außerdem trainiert er in der Fechtschule Krifon unter Fechtmeister Christian Bott. Chris absolvierte 2021 den Trainer C-Lehrgang des Bayerischen Fechtverbands auf dem Gebiet des Historischen Fechtens.
Klara Balić – Ringen am Schwert

In diesem Workshop werden wir uns einige Grundlagen des Ringens nach zeitgenössischen Quellen ansehen. Darauf nehmen wir das Schwert in die Hand, um auf diesen Grundlagen aufzubauen und die Stücke aus dem Arm- und Leibringen nach den Liechtenauerglossen anzusehen und zu verstehen.
Erfahrung mit einer historischen Waffe ist vorteilhaft. Schutzausrüstung wird keine benötigt, falls aber die meisten welche haben, können die technischen Übungen durch Drills ergänzt werden.
Klara Balić hat 2016 bei INDES Graz mit HEMA angefangen und beschäftigt sich seitdem vor allem mit der Langschwert-Tradition nach den Liechtenauer-Glossen. Sie hat diverse Waffen und insbesondere waffenloses Ringen in ihrem ersten Verein lieben gelernt und hat viel Spaß an Gefechten, in denen man sich auch mal näher kommt. Dass sowas Spaß machen kann, versucht sie seit 2024 in Workshops zu vermitteln. Zur Zeit ist sie in München bei Ochs als Trainerin und Trainer:innen-Ausbilderin tätig, und freut sich über jede Gelegenheit, zu diskutieren, wie man HEMA betreiben und vermitteln kann.
Martin Hacker – Säbel nach Barbasetti
Wir trainieren vornehmlich das Säbelfechten der italienischen Schule nach Giuseppe Luigi Barbasetti, mit Abwandlungen die sich nach dem Reglement moderner Turniere richten. Bei dieser Fechtweise legen wir viel Wert auf Athletik und Technik. Hierbei besiegen Schnelligkeit und Körperstruktur selbst Gegner die kräftiger und brutaler sind. Sodass man es sich um Fechtkunst handelt.
Zielgruppe der Trainingseinheit: Einsteiger und Fortgeschrittene sind die Hauptzielgruppe für diese Trainingseinheit. Gerne können auch Trainer teilnehmen die noch Ideen fürs eigene Training suchen. Thematische Schwerpunkte sind die Grundbewegungen und das Verständnis um Parade und Reposte. Das Training wird begleitet durch mehrere kleine Fechtspiele um das Wissen zu festigen.
Zu meiner Person: Ich bin Gründungsmitglied der Schwert-Greifen Rostock (2016) und praktiziere HEMA seit 2015. Davor habe ich mich mit Sportfechten und Boxen beschäftigt. Seit 2020 bin ich offiziell Trainer bei den SG.
Falko Fritz – Das Spiel mit der Axt
Das Le Jeu de la Hache (das Spiel mit der Axt) ist das älteste bekannte Fechtbuch in französischer Sprache. Es stammt aus dem Herzogtum Burgund, wird auf den Zeitraum 1460 – 1485 datiert und enthält ausschließlich Anleitungen zum Fechten mit der Mordaxt in Rüstung. Dieser Workshop behandelt die Grundlagen sowie ausgewählte Stücke aus diesem Fechtbuch und ist zum großen Teil auch auf andere Stangenwaffen übertragbar.
Zielgruppe: Einsteiger:innen und alle, die Stangenwaffen mögen 🙂
Ausrüstung: Schutzbrille, Trainings-Mordaxt, sofern verfügbar. Ca. 10-15 Stück können ausgeliehen werden. Fechtmaske, Handschuhe und weitere Schutzausrüstung kann optional genutzt werden, um die Rüstung zu simulieren.
Falko Fritz kam 2007 zum historischen Fechten und ist seit 2009 Trainer und Vorstandsmitglied bei Hammaborg – Historischer Schwertkampf e.V. Sein Schwerpunkt liegt auf den Fechtkünsten des späten 15. Jahrhunderts, insbesondere mit dem langen Schwert, langen Messer und Stangenwaffen. Neben der praktischen Ausführung der Techniken legt Falko großen Wert auf den historischen Kontext der Fechtbücher und der sozialen Funktion des Fechtens in der spätmittelalterlichen Gesellschaft. Sein Training bei Hammaborg ist für Einsteiger:innen konzipiert und favorisiert das kontrollierte Fechten ohne Schutzausrüstung. Dabei steht die gemeinsame, kooperative Weiterentwicklung stärker im Vordergrund als der sportliche Ehrgeiz.